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Aktuelles (Pressemitteilungen)

Von der Krippe in die Herzen der Menschen

21.12.2018

Weihnachtliche Klänge und Krippenspiel in neuer Inszenierung

Herborn, 21. Dezember 2018 / Mitarbeiter, Patienten, Bewohner und Klienten erlebten das jährliche Krippenspiel im Vitos Festsaal. Die evangelische und katholische Klinikseelsorge von Vitos hatte zu einer neuen Inszenierung eingeladen.

Die stellvertretende Klinikdirektorin der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Herborn, Dr. Stefanie von Rosen, begrüßte die Gäste im Namen der Geschäfts- und Klinikleitung. Als überzeugte Christin sei das Weihnachtsfest für sie etwas ganz Besonderes. „Es führt die zusammen, die zusammengehören und lädt die ein, die draußen stehen.“ Sie wünsche sich, dass dies nicht nur in der Adventszeit gelebt würde, sondern das ganze Jahr über.

Mit Unterstützung durch den Freundeskreis von Vitos Herborn stellten Bewohner, Patienten und Mitarbeiter der Vitos Teilhabe und Vitos Herborn die Weihnachtsgeschichte rund um das Kind in der Krippe sehr eindrucksvoll dar. In der ersten Szene wurde gespielt, wie die schwangere Maria und ihr Mann Josef sich auf den Weg nach Bethlehem machten, um sich dort im Einwohnermeldeamt registrieren zu lassen. Leider waren alle Unterkünfte ausgebucht. In einem Stall gebar die junge Mutter dann ihr Kind. In der zweiten Szene staunten die Hirten nicht schlecht, als die Engel zu ihnen kamen und ihnen von der Geburt des verheißenen Retters berichteten. Sofort machten sie sich auf den Weg zu dem Kind. Die Könige und Weisen aus dem Morgenland traten in der dritten Szene auf und brachten dem Neugeborenen Geschenke.

„Was sollen wir anfangen mit einem Kind in der Krippe und auf Stroh gebettet?“ Diese Frage stellte Meike Bittmann, Klinikseelsorgerin der katholischen Kirche, in den Raum. Die Geschichte stelle alles auf den Kopf. Das solle Gottes Sohn sein? Einfache Eltern - Maria und der Zimmermann Josef - die mit einem Esel umherziehen? Bethlehem sei auch keine Hauptstadt, nur ein kleiner unbedeutender Ort. Und was fanden sie für die Niederkunft Marias? Nur einen einfachen Stall, ein paar Tiere, einen Futtertrog. Das hätte Gott sich doch ganz anders aussuchen können? Bittmann sagte, sie hätte es sich sicherlich anders ausgesucht. Aber Gott habe den Stall und die Krippe gewählt. Er komme zu den Menschen als kleines Kind. Er liefere sich aus. Warum mute Gott sich das zu? Für Bittmann gibt es nur eine Erklärung. Gottes Liebe zu den Menschen sei so groß, dass er es wagen könne, sich ganz klein zu machen. Seine Liebe sei überall spürbar. Er mache sich klein, damit er auch greifbar sei für die Unscheinbaren, für die Vertriebenen, die Vergessenen, die Ausgebeuteten, die ohne Rechte. Die Hirten, die in der Gesellschaft damals nicht angesehen waren, seien die Ersten gewesen, die von den Engeln die frohe Botschaft hörten. Aber da sei auch der Stern gewesen, der den Königen und Weisen, die reich und angesehen waren, den Weg zum Stall zeigte. Auch sie sollten Gottes menschgewordene Liebe finden und verstehen, dass sich dadurch etwas ändere in der Welt und in ihrem eigenen Leben. „Liebe ist eine große Kraft. Sie ist mächtig, sie ist schön. Sie kann alles auf den Kopf stellen und unser Leben aus der Bahn werfen“, schloss Bittmann ihre Andacht, „von der Krippe aus findet Gottes Liebe den Weg in die Herzen der Menschen, um ihnen mit seiner Liebe alles zu schenken.“  

Musikalisch umrahmten die Schönbacher Posaunenbläser, Andreas und Katrin Born sowie ein Vokal Ensemble der FeG Steinbach das Programm und sorgten für weihnachtliche Klänge. Mit einem fröhlichen „Rudolph, the red nosed reindeer“ verabschiedeten die Bläser die Besucher des Krippenspiels.

Hintergrund

Die Klinikseelsorge von Vitos Herborn versteht sich als ökumenisches Seelsorgeteam. Patienten, Bewohner und Klienten aber auch Mitarbeiter können sich jederzeit an das Team wenden. Die Mitarbeiter der Klinikseelsorge hören zu und helfen in belastenden Situationen. Jeden Sonntag findet in der Kirche auf dem Vitos Gelände ein Gottesdienst statt. Einmal im Monat wird dieser mit einem Abendmahl oder einem anschließenden Kirchencafé ergänzt. Donnerstags ist die Kirche von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr für Besucher geöffnet.