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Aktuelles (Pressemitteilungen)

Eine wunderbare Botschaft

22.12.2017

Foto (Kerstin Pulverich, Vitos Herborn): Gespannt verfolgen die Zuschauer das weihnachtliche Geschehen im Stall.

Weihnachtliches Krippenspiel im Herborner Vitos Festsaal

Herborn, 22. Dezember 2017/ Mitarbeiter der Klinikseelsorge hatten zur Weihnachtsfeier mit Krippenspiel in den Vitos Festsaal eingeladen. Gemeinsam mit Patienten, Klienten, Freunden und Mitarbeitern von Vitos Herborn und der Vitos Teilhabe Region Herborn erlebten die Besucher das Geschehen um die Geburt von Jesus vor über 2000 Jahren.

‚Fürchtet Euch nicht, denn Euch ist heute der Heiland geboren‘! Das hatten die Engel den Hirten damals auf dem Feld verkündet. „Diese wunderbare Botschaft wird auch heute gesagt“, begrüßte Maike Bittmann von der katholischen Klinikseelsorge die Gäste. Im Namen von Vitos Herborn hieß Hubert Hof, stellvertretender Betriebsstättenleiter der begleitenden psychiatrischen Dienste, alle willkommen.

Dann verfolgten die Gäste gespannt, wie Josef und die hochschwangere Maria in Bethlehem nach einer Unterkunft suchen. Wegen der Volkszählung waren sie den weiten Weg von Nazareth gereist, um sich registrieren zu lassen. Leider sind alle Herbergen ausgebucht. Gerade rechtzeitig, als bei Maria die Wehen einsetzen, finden sie einen ärmlichen Unterstand, wo Esel und Ochsen im Stroh liegen. Nach der Geburt von Jesus kommen Hirten in den Stall. Sie berichten den jungen Eltern, warum sie hergekommen sind und was die Engel ihnen gesagt hatten. Kurze Zeit später reisen weitere Gäste an. Sie scheinen wohlhabend und gebildet zu sein und sind von weit her gekommen. Kostbare Geschenke breiten sie vor dem neugeborenen Baby aus. ‚Du liebes Kind, wir können Dich mit unseren eigenen Augen sehen. Nun sind wir alle nicht mehr allein‘, freuen sie sich.

In ihrer Ansprache stellte die evangelische Seelsorgerin Sabine Kohlbacher die Frage in den Raum, wieso das Ereignis um Jesu Geburt sich auf Stroh und in einer Krippe abgespielt habe und nicht in einem königlichen Palast. Warum unter solch ärmlichen Umständen? Vielleicht wolle Gott etwas damit ausdrücken. Er komme vor allem zu den Armen und Schwachen. Er wolle ihnen neue Hoffnung schenken. Einen neuen ‚Wert‘ geben. „Haben Sie sich mal einen Strohhalm ganz genau angeschaut?“, fragt sie die Zuhörer weiter. Dieser bestehe aus langen glatten Flächen und sogenannten Wachstums- oder Reifungsknoten. Diese gäben dem Strohhalm Halt. Vielleicht sei das ein Hinweis für das Leben. Um reifen zu können, bräuchten wir auch schwere Lebensumstände. Gott mute uns manchmal einiges zu, aber nach durchlebter Zeit könne man auch die Frucht des Reifens ernten.  „Oft erkennen wir erst nach Jahren, wozu diese gut waren. Erfahrene Menschen sind gereifte Menschen“, schloss Kohlbacher ihre Andacht.

Musikalisch wurde der Nachmittag mit gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern gestaltet, die der Posaunenchor unter der Leitung von Christoph Henrich sowie das Singteam Andreas und Katrin Born begleiteten. Mit reichlich Applaus bedankte sich das Publikum bei allen Akteuren, zu denen auch Klienten der Vitos Teilhabe, Patienten und Mitarbeiter von Vitos Herborn und Mitglieder des Freundeskreises gehörten.