Chronik

27. April 1906
Der Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden beschließt den Bau einer "Irrenanstalt".

Frühling 1908
Beginn der Bauarbeiten

Frühjahr 1911
Eröffnung der Landesheil- und Pflegeanstalt Herborn- die ersten Kranken werden Ende Juni/Anfang Juli aufgenommen.

1928
Umbenennung in Landesheilanstalt Herborn

1933
Das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" wird erlassen.

1934
Einrichtung einer Sterilisationsstation - in den Folgejahren werden 1.184 angeblich "erbkranke" Menschen zwangssterilisiert.

1936
Beginn einer systematischen Überbelegung von 800 auf über 1.500 Kranke in den Jahren 1940/1941. Viele Patienten sterben aufgrund der absichtlichen, drastischen Verschlechterung der Ernährung und Unterbringung.

1939
"Euthanasie"-Erlass Adolf Hitlers - Stopp der Zwangssterilisationen in Herborn

1940
38 jüdische Patienten werden abtransportiert und in Brandenburg/Havel, ermordet.

1941
Erste Transporte von Herborner Patienten in die NS-Tötungsanstalt Hadamar. Herborn wird "Zwischenanstalt" für 1.634 Kranke aus anderen Anstalten im Rahmen der Aktion "T4" - fast alle wurden Opfer der "Euthanasie"-Verbrechen

1. August bis 19. August 1941
Kurzzeitige Umfunktionierung der Landesheilanstalt zu einem Kinderlandverschickungslager. Die Anstalt wird bis zu einem Bestand von rund 260 arbeitsfähigen Kranken geräumt.

Anfang August 1941
Die Wehrmacht errichtet ein Lazarett. Die Vollbelegung wird bereits im Oktober erreicht.

September 1944
Verlegung des Reservelazarettes für Lungenkranke in Otwock (Polen) in das Reservelazarett Herborn.

27. März 1945
Amerikanische Soldaten besetzen Herborn.

9. April 1945
Hauptlazarett unter amerikanischer Oberhoheit - die amerikanische Militärregierung entlässt 11 Beamten und 26 Angestellte.

21./22. Mai 1946
Auflösung des Lazarettes und Rückkehr in die Verwaltung des Kommunalverbandes

Januar 1951
Aus der chirurgischen Abteilung des ehemaligen Lazaretts wird die Orthopädische Landesklinik, Abteilung Herborn.

15. Juli 1951
Gründung der Orthopädisch-Neurologischen Kinderklinik (später "Kinderklinik am Rehberg")

Oktober 1951
Auflösung des klinikeigenen Altersheims

1. April 1953
Einrichtung einer Volksschulklasse für die Kinder in der Orthopädischen Klinik

1954
Gründung der evangelischen Krankenhausgemeinde

1957
Umbenennung in "Psychiatrisches Krankenhaus Herborn" (PKH)

1962
Erster Krankenpflegekurs am PKH Herborn - Eröffnung der Schwesternvorschule

1964
Eröffnung einer kinder- und jugendpsychiatrischen Sonderabteilung

1. Dezember 1966
Eröffnung des neuen Internatsgebäudes der Schwesternvorschule

1971
Gründung des "Freundeskreises des Psychiatrischen Krankenhauses e.V."

1. August 1975
Eröffnung der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik Rehberg als selbstständige medizinische Einrichtung

1976
Gründung einer Schule für die Patienten der Klinik Rehberg (ab 1992 Rehbergschule) - im gleichen Jahr werden die Orthopädische Klinik und die Schwesternvorschule geschlossen.

1981
Eröffnung der Institutsambulanz

1987
Einrichtung des "Betreuten Wohnens", Eröffnung einer kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz in Herborn

1. Januar 1989
Inbetriebnahme der Heilpädagogischen Einrichtung Herborn

1989
Eröffnung der Tagesklinik Herborn - für die Kranken aus Herborn, die in Hadamar ermordet wurden, wird eine Gedenktafel aufgestellt.

1991
Eröffnung des Psychiatriemuseums

1993
Eröffnung des kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanzen Hanau und Gelnhausen

1996
Eröffnung der Tagesklinik Wetzlar

1. Januar 1998
Umwandlung in die Rechtsform gemeinnützige GmbH, alle Einrichtungen werden unter dem Namen Zentrum für Soziale Psychiatrie "Rehbergpark gemeinnützige GmbH" zusammen gefasst.

2002
Einrichtung einer Schwerpunktstation für Patienten mit Borderline-Syndrom

2007
Zertifizierung des Zentrums für Soziale Psychiatrie Herborn durch DIN EN ISO 9001, Eröffnung einer kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik in Hanau

2008
Gründung des Vitos Konzerns

2009
Umbenennung in Vitos Herborn

2010
Eröffnung der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik Limburg

2012
Eröffnung der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik Wetzlar sowie Inbetriebnahme der Klinik für Psychosomatik Herborn