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AD(H)S (Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität)

Dieses sehr häufig diagnostizierte Störungsbild bedarf einer sorgfältigen Diagnostik, weil hinter den Kernsymptomen Aufmerksamkeitsschwäche, übersteigerter Bewegungsdrang und Impulsivität viele andere Störungen verborgen sein können. Neben der multiaxialen Diagnostik inklusive der psychosozialen und emotionalen Aspekte sind auch beziehungsorientierte und familiendynamische Aspekte von hoher Bedeutung. Hinter diesen lärmenden Symptomen können sich verbergen:

  • emotionale Belastungen wie akute oder chronische emotionale Verletzungen,
  • Überforderungen
  • abgewehrte depressive Anteile
  • zum Teil auch durch Impulsivität abgewehrte narzisstische Kränkungen oder
  • Krisen

Behandlung
Die Therapie bedarf deshalb neben der Symptombehandlung einer verhaltenstherapeutischen Unterstützung hinsichtlich der Selbststeuerung und der Handlungsorganisation.

Die Unterstützung der Eltern reicht von der Nutzung von Therapieprogrammen (z. B. THOP) bis hin zu spezifischen familiendynamischen therapeutischen Interventionen mit besonderer Berücksichtigung der oft negativ konfrontierenden Beziehungen zwischen den Patienten und ihrem Umfeld (Familie, Schule, Freizeit).