Sie befinden sich auf: >Einrichtungen >Kinder-/Jugendpsychiatrie > Klinikprofil

Rückblick und Ausblick

Für unsere tägliche Arbeit ist es wichtig, die Wurzeln unserer Klinik zu kennen, aber auch klare Zukunftsperspektiven zu haben, wohin wir uns weiter entwickeln wollen.

Rückblick
Die Geschichte der heutigen Klinik Rehberg begann 1975. Sie verfügte damals über 144 Betten und versorgte sechs hessische Landkreise. Die Klinik übernahm die Kinder-Abteilung des damaligen Psychiatrischen Krankenhauses.

In ihren Anfängen war die Klinik ausschließlich mit Patienten belegt, die kognitiv und körperlich behindert waren. Allmählich änderte sich dies und es wurden Kinder und Jugendliche mit den heute bekannten Störungsbildern aufgenommen. Die Stationen waren mit je 24 Betten ausgestattet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass bei dieser Anzahl von Patienten, zudem unter geschlossenen Bedingungen, ein hohes Konfliktpotential vorhanden war.

Ab Mitte der 80iger Jahre öffnete die Klinik ihre Außentüren. Dadurch entspannte sich die Situation sowohl für die jungen Patienten als auch für die Mitarbeiter spürbar.

1987 wurde die Institutsambulanz Herborn eröffnet. In den kommenden Jahren folgten ihr als Außenstellen Ambulanzen in Hanau, Gelnhausen, Wetzlar und Limburg. Auch das teilstationäre Behandlungsangebot wurde erweitert mit Tageskliniken in Hanau, Limburg und Wetzlar. In der Klinik selbst können Patienten integriert tagesklinisch behandelt werden.

Ausblick
Wir werden unsere tagesklinische Konzepte sowie die Schwerpunktbildung im ambulanten und stationären Bereich weiter differenzieren und vorantreiben. Dabei wollen wir unsere Arbeit gemeindenah, lebenswelt- und ressourcenorientiert gestalten. Wir wünschen uns weiterhin die intensive Vernetzung mit der Jugendhilfe, den Schulen und Beratungsstellen, um möglichst systemübergreifende Hilfen zu ermöglichen.

Die fachübergreifende Kooperation innerhalb des ärztlich-psychologischen Bereichs mit dem Ziel eines beziehungsorientierten Angebots mit definierter Fallführung und interprofessioneller Klärung wird angestrebt.

Der regelmäßige fachübergreifende Austausch auf der Basis einer an den Leitlinien orientierten und evidenzbasierten Kinder- und Jugendpsychiatrie mit interdisziplinärer Fort- und Weiterbildung wird intensiviert.

Tendenzen der Entwicklung
Neueste Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der seelisch erkrankten beziehungsweise psychisch hoch belasteten Kinder und Jugendlichen steigt. Gleichzeitig ist die Geburtenrate rückläufig. Störungsbilder, die schon länger existieren, zeigen schwierigere Verläufe. Gleichzeitig steigt der Teil psychisch auffälliger, kranker sowie insbesondere auch suchtmittelabhängiger Eltern an. 

Die Jugendhilfe weist bei steigenden Kosten Überlastungstendenzen auf. Die Konsequenz ist, dass zunehmend stabilisierende, insbesondere teilstationäre und vollstationäre Jugendhilfemaßnahmen bereitgestellt werden müssen. Ein besonderes Problem stellt die auf wenige Bundesländer zu sehr beschränkte geschlossene Unterbringungsmöglichkeit nach SGB VIII dar.

zurück