Herborn
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Historie

Vitos Herborn blickt auf eine 100-jährige wechselvolle Geschichte zurück.
Im Jahr 1911 wurde die "Landesheil- und Pflegeanstalt Herborn" eröffnet. Die Einrichtung befand sich, wie es damals üblich war, außerhalb der Stadt und war auf Eigenversorgung ausgerichtet. Während des zweiten Weltkriegs wurde in der Landesheil- und Pflegeanstalt ein Lazarett eingerichtet. Mit einer Belegung von bis zu 3.000 Patienten galt es als eines der größten seiner Zeit. Bis in die 70iger Jahre des vorigen Jahrhunderts befand sich auf dem Gelände neben dem psychiatrischen Krankenhaus auch eine orthopädische Klinik.
Zum 100-jährigen Bestehen wurde eine Chronik herausgegeben. Auf mehr als 330 Seiten haben verschiedene Autoren und die Historikerin Prof. Dr. Christina Vanja als Herausgeberin erstmals die Geschichte der Einrichtung umfassend beleuchtet. Ganz besonderen Wert hat man dabei auf die Zeit des Nationalsozialismus gelegt. Die Chronik ist unter dem Titel "100 Jahre Psychiatrie in Herborn - Einblick, Rückblick, Ausblick" erschienen. Sie ist im Buchhandel erhältlich oder kann direkt beim Jonas Verlag bezogen werden (ISBN: 978-3-89445-460-9).
Im Psychiatriemuseum ist in einer anschaulichen Ausstellung die wechselvolle Geschichte dokumentiert. Hier sind historische medizinische Instrumente und Hilfsmittel, aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs zu sehen. Auch über das wohl dunkelste Kapitel der Psychiatriegeschichte, die "Euthanasie"-Verbrechen der Nazionalsozialisten an psychisch kranken und geistig behinderten Menschen kann man sich im Museum informieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Selbstversorgung des Krankenhauses, bei der Patienten im Rahmen der damaligen Arbeits- und Beschäftigungstherapie tatkräftig mithalfen. Besichtigungen sind nach telefonischer Voranmeldung möglich.
Kontakt:
Vitos Herborn gemeinnützige GmbH
Austr. 40
35745 Herborn
Tel. 02772 - 504 - 0
Fax 02772 - 504 - 13 84
info(at)vitos-herborn.de
www.vitos-herborn.de
