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Bipolare Störung

Die bipolare Störung - früher auch manisch-depressive Erkrankung - ist ein episodisch verlaufendes  Krankheitsbild. Die Krankheit geht sowohl mit manischen als auch depressiven Episoden einher. Häufig liegt der Beginn bereits im jungen Erwachsenenalter.

Bei einer depressiven Episode kommt es typischerweise zu

  • gedrückter Stimmung,
  • Interesse- und Freudlosigkeit,
  • Antriebshemmung,
  • Erschöpfbarkeit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • vermindertem Selbstvertrauen,
  • Schuldgefühlen und Gefühlen der Wertlosigkeit,
  • negativen Zukunftsperspektiven,
  • Schlafstörungen,
  • vermindertem Appetit,
  • Ängsten und innerer Unruhe sowie
  • lebensmüden Gedanken und Suizidalität.

Unter einer Manie versteht man ein Krankheitsbild mit zum Beispiel

  • unangemessen gehobener oder gereizter Stimmungslage,
  • Rededrang,
  • Distanzlosigkeit,
  • Antriebssteigerung,
  • Enthemmung und
  • Größenideen.

Krankheitsbedingt gesteigerte Aktivität kann mit unüberlegten Vertragsabschlüssen oder Geldausgaben (Kaufrausch) einhergehen und so zu einem erheblichen Schaden für den Betroffenen führen. Leichtere Ausprägungen werden Hypomanie genannt.

Ausschließlich manische Episoden mit wiederholtem Auftreten sind eher selten. Manien und Hypomanien treten in der Regel im Rahmen einer bipolaren Störung auf (das heißt im Krankheitsverlauf kommt es sowohl zu manischen als auch zu depressiven Episoden). Diese Störungsform trifft auf etwa 3-6 % der Bevölkerung zu, wobei Männer und Frauen in etwa gleich häufig betroffen sind. Bei bipolaren Störungen findet sich auch eine Häufung weiterer psychischer Störungen, unter anderem Alkoholmissbrauch oder Persönlichkeitsstörungen.

Neben einer hohen familiären Häufung (genetische Prädisposition) sind oft weitere Belastungsfaktoren ursächlich. In jedem Fall muss bei Erstdiagnose eine sorgfältige Untersuchung zum Ausschluss körperlicher Ursachen erfolgen. Eine stationäre psychiatrische Behandlung ist in der Regel bei schweren Manien oder Depressionen erforderlich.

Wir behandeln Leitlinien orientiert. Unsere Behandlung schließt zeitgemäße Medikamente, Psychotherapie, sozialarbeiterische Unterstützung sowie Physio-, Ergotherapie und weitere therapeutische Maßnahmen ein. Ein wertschätzender Umgang mit unseren Patienten ist uns sehr wichtig.

 


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